On-line-Meßtechnik
Beispiel: Die UV-Prozeßsonde.
Sie ist eine Neuentwicklung zur kontinuierlichen Messung der
UV-Absorption gelöster organischer Wasserinhaltsstoffe nach DIN 38404.
Die Erfassung der organischen Gesamtbelastung wird in der Regel
durch die Bestimmung sog. Summenparameter (TOC, CSB, BSB) durchgeführt.
Mit einer apparativ äußerst einfachen Sonde (ohne Probenahme und
-aufbereitung, ohne Reagenzien) zur kontinuierlichen Messung der
UV-Absorption (bei 254 nm) gelöster organischer Wasserinhaltsstoffe
führten wir Forschungsprojekte für Kläranlagen (Zu- und Ablauf),
Lebensmittelindustrie u. a. durch. Parallel dazu durchgeführte vergleichende
CSB/BSB-Messungen zeigten eine gute Korrelation zwischen den UV-Extinktionswerten
bei 254 nm und den CSB/BSB-Werten, insbesondere Belastungsmaxima und -minima
wurden durch die Aufzeichnung von Ganglinien sichtbar gemacht.
Ohne großen apparativen und finanziellen Aufwand ist es möglich, innerhalb
kürzester Zeit (z.B. in 3 Minuten Abständen) die Belastung eines Abwassers
sowie Veränderungen und Störungen (z. B. während der Nachtschicht, oder beim Einlauf und Auslauf
von Klärwerken) lückenlos zu erfassen, die erhaltenen Daten mittels eines Schreibers zu
dokumentieren und für die Steuerung einzusetzen.
Mit der UV-Prozeßsonde kann somit die tatsächliche Belastung des Abwassers
z.B. über ein ganzes Jahr dokumentiert werden. Dies kann ein wichtiges Argument
bei unberechtigten Wasser- und Abwassergebühren sein, die nicht auf einer objektiven
Datenbasis beruhen.
Mit dieser innovativen Meßtechnik bieten wir hiermit eine preiswerte und
wartungsarme Alternative zum CSB, BSB, TOC/DOC an.